Hermann Broch. Politik, Menschenrechte
-- und Literatur?
24.-26. Juni 2004 in Dortmund Steinstr. 48
Ein Symposium des Internationalen Arbeitskreises
Hermann Broch in Verbindung mit der Universität Paderborn und der Auslandsgesellschaft
Nordrhein-Westfalen in Dortmund
Mit Unterstützung der Fritz Thyssen Stiftung in Köln, der Peter
Suhrkamp Stiftung in Frankfurt am Main und des Österreichischen Kulturforums
in Berlin
Programm
Donnerstag, 24. Juni 2004
14.00 Uhr
Begrüßung: Thomas Eicher
Einführung: Paul Michael Lützeler und Hartmut Steinecke
SEKTION I. POLITIK UND MENSCHENRECHTE
14.30 Uhr Gesz von Essen (Göttingen): Brochs Ideen zur Reform
der Universitäten
15.30 Uhr Wolfgang Graf Vitzthum (Tübingen): Menschenrechte
und internationale Gerichtsbarkeit im Denken Brochs
16.30 Uhr Kaffepause
17.00 Uhr Gilbert Weiss (Salzburg): Politische Religion
als Thema bei Hermann Broch und Eric Voegelin
18.00 Uhr Thomas Hollweck (Boulder/USA): Hermann Broch
und Eric Voegelin – Briefwechsel über die Menschenrechte
20.30 Uhr Lesung: Barbara Frischmuth liest aus ihren Werken
(Stadt- und Landesbibliothek)
Freitag, 25. Juni 2004
8.30 Uhr Michael Kessler (Stuttgart): Menschenrecht und Toleranz
bei Broch
9.30 Uhr Thomas Borgard (Bern): Brochs Massenwahntheorie
im Kontext
10.30 Uhr Kaffepause
11.00 Uhr Alice Staskova (Prag): Politik bei Hermann
Broch und Jan Patocka
12.00 Uhr Barbara Picht (Berlin): Brochs
Wissenschaftsverständnis im Exil
13-14.00 Uhr Mittagspause
SEKTION II. POLITIK UND LITERATUR
14.00 Uhr Gunter Martens (Gent): Hermann Broch – Ethik der Erzählform
15.00 Uhr Hartmut Steinecke (Paderborn): Menschenrechte
und Judentum vor und nach der Shoah
16.00 Uhr Kaffepause
17.00 Uhr Paul Michael Lützeler (St. Louis/USA):
Broch, Max Weber und Bismarck: Die Polenfrage im „Pasenow“
18.00 Uhr Eva Reichmann (Bielefeld): Brochs „Verzauberung“
und Soma Morgensterns „Funken am Abgrund“
20.30 Uhr Helga Uthmann (Dortmund) liest: Die Erzählung der
Magd Zerline (Kleines Café Budapest)
Samstag, 26. Juni 2004
8.30 Uhr Markus Pissarek (Passau): Brochs „Verzauberung“ und „Schuldlosen“
– Decouvrierung von NS-Ideologie
9.30 Uhr Jürgen Heizmann (Montreal/Canada): Dichtung
versus Imperium in Brochs „Der Tod des Vergil“
10.30 Uhr Kaffepause
11.00 Uhr Esther Schneider-Handschin (Zürich):
Politisch-Juristisches in Brochs „Die Schuldlosen“
12.00 Uhr Ende des Symposiums
Anmeldung und Preise
Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V.
Claudia Steinbach
Steinstr. 48
44147 Dortmund
Tel. (0231) 83800-19
Fax (0231) 83800-55
email: steinbach@agnrw.de
Preise
Tagungsgebühr (inkl. 1x Imbiss, Kaffee und Kuchen: Euro 50,00
Einzelvortrag: Euro 3,00
Lesung: Euro 7,00/4,00
Beschreibung
Tagungsprojekt der Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen
in Dortmund (Dr. Thomas Eicher) in Zusammenarbeit
mit dem Internationalen Arbeitskreis Hermann Broch
(Prof. Dr. Paul Michael Lützeler) und der Universität Paderborn
(Prof. Dr. Hartmut Steinecke)
1. Zum Thema der Tagung
Der jüdisch-österreichische Schriftsteller und Exilautor
Hermann Broch (1886-1951) war
nie ein Schulautor wie Bertolt Brecht und auch keine
Figur nationaler Repräsentanz wie Thomas Mann.
Aber er zählt mit seinen Romanen
"Die Schlafwandler", "Die Verzauberung", "Der Tod des Vergil"
und "Die Schuldlosen" zu den international
renommiertesten Autoren der klassischen
Moderne. Seine Bücher sind in viele Sprachen übersetzt
worden und werden von der Germanistik
seit einem halben Jahrhundert kontinuierlich diskutiert
und interpretiert. So war es folgerichtig, daß
vor einem Jahr der "Internationale Arbeitskreis
Hermann Broch" gegründet wurde, dem mehr
als 120 Germanisten, Historiker, Politologen und Juristen
aus Europa, Amerika und Asien angehören.
Ziel des Arbeitskreises ist die Veranstaltung
wissenschaftlicher Symposien zum Werk Hermann Brochs.
In der Vergangenheit stand der Schriftsteller Hermann
Broch, der Romancier und Essayist,
im Mittelpunkt der Forschung. Dass er auch Schriften
zur Politik, Massenpsychologie und Ethik verfasst
hat, war zwar bekannt, interessierte
aber allenfalls einige Spezialisten. Die meisten
der ‚traditionell' ausgerichteten Literaturwissenschaftler
brachten und bringen dafür
ein geringes Interesse und eine sehr begrenzte Kompetenz
auf.
Hingegen haben Schriftsteller und Intellektuelle unserer Zeit
wie George Steiner, Carlos Fuentes,
Susan Sontag, Bernard-Henri Levy und Milan
Kundera die Bedeutung Brochs auch als Zeitkritiker und als
politischer Denker gewürdigt.
Wie wenige andere Schriftsteller seiner Generation
hat er die ethische, letztlich religiöse Krise
der westlichen Zivilisation im 20.
Jahrhundert analysiert und in seinen Schriften bewußt
gemacht. In seinen politischen und massenpsychologischen
Schriften geht es vor allem um eine
ethische Neubegründung der Menschenrechte, z.B.
den Vorschlag für ein "Gesetz zum Schutz der Menschenwürde"
und das Plädoyer für einen
Internationalen Gerichtshof der UNO, der Verstöße
gegen die Menschenrechte zu verfolgen
habe. Brochs politische Kritik, wie er sie in seinen
Romanen und in den theoretischen Schriften äußert,
ist auch ein halbes Jahrhundert
nach seinem Tod aktuell. Diese Aktualität (und nicht
das Diktat des Kalenders, der an irgendeinen Gedächtnistag
erinnert) ist es, die uns veranlaßt,
dieses Symposium zu organisieren. Zudem ist Broch
ein Zeitgenosse unserer Gegenwart insofern, als er
mit seinem Exil das Schicksal vieler
Menschen auch im neuen Jahrhundert teilt. Broch war
von der universellen Gültigkeit der Menschenrechte
überzeugt, und seine Stimme
sollte heute angesichts der Relativierung und Anfeindung dieser
Position gehört werden.
Vorgesehen sind Beiträge von 16 Referentinnen und Referenten
aus sechs Nationen, aus den Disziplinen
Politologie, Geschichte, Jura, Theologie,
Germanistik, Komparatistik und Kulturwissenschaft. Eine Schriftstellerin
und zwei kulturwissenschaftliche Schriftsteller
ergänzen das Programm.
Donnerstag, den 24. Juni: Barbara Frischmuth liest aus ihrer
Demeter-Trilogie
Freitag, den 25. Juni: Helga Uthmann (Dortmund) liest Hermann Brochs "Die
Erzählung der Magd Zerline"
2. Zum Ablauf der Tagung
Die Tagung stellt zum einen die politischen und ethischen
Schriften Brochs mit dem Zentrum seiner
Arbeiten über die Menschenrechte in den
Vordergrund, wobei die Vertreter der einschlägigen Disziplinen
auch die Behandlung der entsprechenden
Themen in den literarischen Arbeiten Brochs
im Auge behalten. Zum anderen erörtern Kultur- und
Literaturwissenschaftler, von einzelnen literarischen Werken
ausgehend, die genannten übergreifenden
Fragen. Die jedem Referenten gegebene Vorgabe
war die in Punkt 1 "Zum Thema der Tagung" genannte Interdisziplinarität
und die Prüfung der Frage nach der Aktualität
bzw. Aktualisierbarkeit im Blick
auf zentrale Debatten zu Beginn des 21. Jahrhunderts.
Im einzelnen werden die Referenten in der 1. Sektion "Politik
und Menschenrechte" die folgenden Themen
behandeln:
Gesa von Essen (Germanistin, Göttingen)
"Brochs Ideen zur Reform der Universitäten"
In der aktuellen bildungspolitischen Debatte ist immer wieder von der
Internationalisierung der Hochschulen die Rede. Broch hat dazu bereits
in den vierziger Jahren Ideen entwickelt. Sein Projekt der "Internationalen
Universität" muss kontextualisert werden: erstens werkgeschichtlich
(Theorie der Demokratie), zweitens institutionengeschichtlich (Forschungszentren
in Amerika), dritten transfergeschichtlich (Europa und USA).
Wolfgang Graf Vitzthum (Jurist, Tübingen)
"Menschenrechte und internationale Gerichtsbarkeit
im Denken Brochs"
Brochs Überlegungen werden im aktuellen
Kontext der Einrichtung eines
Internationalen Strafgerichtshofs wie auch der "humanitären
Intervention" in Menschenrechtsdingen
(siehe Bosnien-Krieg) gesehen. Broch sprach
visionär Themen an, die heute in der konkreten Politik
von unmittelbarem Belang sind.
Nachgegangen wird auch der Frage, ob Brochs Beiträge
Antworten auf Fragen der Terrorismusbekämpfung geben
können.
Gilbert Weiss (Politologe/Kulturwissenschaftler, Salzburg)
"Politische Religion als Thema bei Hermann
Broch und Eric Voegelin"
Broch und Voegelin kannten sich seit den 1930er
Jahren. In seinem 1938 erschienenen
Buch "Politische Religionen" dechiffrierte Voegelin
das ersatzreligiöse Fundament der modernen Totalitarismen.
In eine ähnliche Richtung
zielten auch Brochs Schriften, man denke an seinen
Roman "Die Verzauberung". Es geht um den politischen
Mythos in der Moderne und um die
ihm zugrundeliegende Anthropologie.
Thomas Hollweck (Germanist/Soziologe, Boulder/Col. USA)
"Hermann Broch und Eric Voegelin: Briefwechsel
über die Menschenrechte"
1945 korrespondierten Broch und Voegelin im
amerikanischen Exil über Brochs Essay zur Utopie
der Internationalen Menschenrechte. Voegelins Stellungnahme
hatte einen Einfluss auf die letzte Fassung des Essays.
Eingegangen wird auf die intellektuellen Schwerpunkte, in
denen das Denken Brochs sich mit dem Voegelins berührte.
Voegelins These vom Nationalsozialismus als politischer
Religion beeinflusste Broch.
Michael Kessler (Theologe/Germanist, Stuttgart)
"Menschenrecht und Toleranz bei Broch"
Brochs massenpsychologischen und politischen Schriften liegt
eine konsistente Theoriebildung zugrunde. Das zeigt
sich vom frühesten politischen Pamphlet aus dem
Jahr 1918 bis zur letzten Stellungnahme von 1950. Menschenrecht
und Toleranz sind die aufklärerischen Grundbegriffe,
die Brochs Schriften auch aus der Exilzeit prägen.
Thomas Borgard (Germanist/Kulturwissenschaft, Bern)
"Brochs Massenwahntheorie im Kontext"
Im Mittelpunkt stehen die intellektuellen Voraussetzungen
der in den 1930er und 1940er Jahren entstandenen
Brochschen Massenwahntheorie. Das Augenmerk gilt der
Revision des früheren wertphilosophischen Ansatzes,
der Anverwandlung der modernen Sozialwissenschaften im Vergleich
Europa/USA sowie der Rolle des psychologischen Paradigmas. Abschließend
werden die Folgen für den
Roman "Der Tod des Vergil" diskutiert.
Alice Staskova (Komparatistin, Prag)
"Politik bei Hermann Broch und Jan Patocka"
Die Möglichkeit politischen Handelns beginnt
nach Jan Patocka durch ein Zugeständnis
an die Geschichte. Geschichte wiederum beginnt dort,
wo in einer Erschütterung von Sinn Politik und
Philosophie gemeinsam entstehen.
Das geschichtsphilosophische Denken Patockas soll mit der
frühen Philosophie Brochs und mit dem Geschichtsbegriff
aus den "Schlafwandlern" (Zerfall der Werte) konfrontiert
werden.
Barbara Picht (Historikerin, Berlin)
"Brochs Wissenschaftsverständnis im Exil"
Verglichen wird Brochs Wissenschaftsverständnis
vor und während des Exils.
Dabei stehen drei Fragen im Vordergrund: Welche
Form wählte er für die
wissenschaftliche Arbeit? Was waren seine Themen? Welche Ziele
werden in den Aufsätzen formuliert?
Mit der politischen Rechtswende von 1933 änderte
sich seine Auffassung darüber, was philosophische
und schriftstellerische Arbeiten
bewirken können und sollen.
Die 2. Sektion: "Politik und Literatur" setzt ein mit einer
grundlegenden
Reflexion über die Rolle von Literatur in der Zeit des
Wertezerfalls und behandelt sodann
die Leitthemen ausgehend von einzelnen Romanen Brochs.
Gunter Martens (Germanist, Gent)
"Hermann Broch - Ethik der Erzählform"
Einflussreiche modernistische Poetiken haben den Blick fuer Brochs vielfältige
Experimente mit der nullfokalisierenden Erzählform verstellt. Dennoch
kann gezeigt werden, dass dieser Erzählstil wesentlich zur politischen
und ethischen Positionierung seines Werkes beiträgt. Der Vortrag konzentriert
sich auf die unterschiedlichen Fassungen der 'Methodologischen Novelle'
und der 'Schlafwandler'.
Hartmut Steinecke (Germanist/Kulturwissenschaftler, Paderborn)
"Menschenrechte und Judentum vor und nach der
Shoah"
Brochs Einstellung zu Fragen der Politik, der
Ethik und der Menschenrechte
wurde anfangs nur peripher von seinem Judentum bestimmt. Aber
bereits in der "Schlafwandlerin" spielt
das Judentum eine gewisse Rolle. Sie nimmt
nach 1933 erkennbar zu, vor allem im Exil, sowohl in den theoretisch-politischen
Schriften ("Phänomenologie des Verfolgten") als
auch in den "Schuldlosen".
Paul Michael Lützeler (Germanist/Komparatist, St. Louis/USA)
"Broch, Max Weber und Bismarck: Die Polenfrage
in 'Pasenow'"
Der 1928 geschriebene erste Band von Brochs "Schlafwandler"-Trilogie
mit dem Titel "1888. Pasenow oder
die Romantik" steckt voll von zeitkritischen
Anspielungen auf die Wilhelmische Ära. Nicht nur auf
den gerade 40 Jahre zurückliegenden
Regierungswechsel der Hohenzollern wird kritisch
angespielt, auch Bismarcks kolonialistische Polenpolitik
des Reiches wird vielfach in Erinnerung
gebracht.
Eva Reichmann (Germanistin, Bielefeld)
"Brochs 'Verzauberung' und Soma Morgensterns
'Funken am Abgrund'"
Es bestehen zahlreiche Parallelen zwischen
den beiden Romanen Brochs und
Morgensterns, was die Naturbeschreibung wie auch die Gestaltung
der antagonistischen Hauptfiguren
betrifft. Nachgegangen wird der Frage,
inwieweit ein Einfluss Brochs auf Morgenstern vorliegen kann.
Das ist gerade im Hinblick auf
Morgensterns kritische Abgrenzung von Broch nicht
ohne Interesse.
Markus Pissarek (Germanist, Passau)
"Brochs 'Verzauberung' und 'Schuldlosen' -
Decouvrierung von NS-Ideologie"
Strukturelle Aequivalenzen werden untersucht,
die zwischen der Ideologie des
Nationalsozialismus und der fiktionalen Welt in Brochs
Romanen bestehen. Dabei geht es nicht um den Aufweis
vordergründiger Bezüge,
sondern um eine Analyse der narrativen Gesamtstrukturen. Brochs
Romane stecken voll von subtilen Einsichten
in die Ideologie und die Machttechnik
des Nationalsozialismus.
Jürgen Heizmann (Germanist/Komparatist, Montreal/Canada)
"Dichtung versus Imperium in Brochs "'Der Tod
des Vergil'"
Die politische Dimension von Brochs Exilroman
wird sowohl in der Darstellung
massenpsychischer Phänomene greifbar wie in
der Auseinandersetzung zwischen Vergil und Augustus. Wie
läßt sich in Zeiten,
in denen ethische Bindungen sich gelöst haben und feste
Normen nicht mehr existieren, politisches
Handeln begründen? Das ist eine der Grundfragen,
die der Roman stellt.
Esther Schneider-Handschin (Germanistin, Zürich)
"Politisch-Juristisches in Brochs "'Die Schuldlosen'"
Brochs Spätwerk soll im Kontext der menschenrechtlichen
und politischen Spätschriften
Brochs gesehen werden, wobei der Briefwechsel mit
Hannah Arendt eine besondere Rolle spielt. Arendt las
die neuen Teile des Romans und
kommentierte sie: man denke an ihren Enthusiasmus über
"Die Erzählung der Magd Zerline". Gerade
in dieser Geschichte stehen juristische Themen
(Todesstrafe) im Vordergrund.
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Echoes to Hermann Broch's Works: Bernhard,
Streeruwitz, Handke, Maron
MLA Dec. 30, 2003
8:30-9:45 a.m. Boardroom, San Diego Marriott
Session leader: Paul Michael Lutzeler, Washington Univ.
1. "Affinities: Broch in Bernhard's and Streeruwitz's Works"
Matthias Konzett, Yale Univ.
2. "Intertext: Broch's 'Esch' and Handke's 'Langsame Heimkehr'"
Michael Kessler, Kath. Akademie, Stuttgart
3. "Reception: Broch's 'Sleepwalkers' and Maron's 'Stille Zeile
sechs'"
Gisela Brude-Firnau, Univ. of Waterloo
Repondent: Judith L. Ryan, Harvard Univ.
There will also be a reception in the late afternoon on Monday,
Dec. 29.
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Hermann Broch und Elias Cannetti.
Beziehungen und Vergleiche
2.-4. Juni 2003 in Wien
Herrengasse 5 (Palais Wilczek)
ÖSTERREICHISCHE GESELLSCHAFT FÜR LITERATUR
A-1010 Wien, Herrengasse 5
Email: office@ogl.at
Leitung: Marianne Gruber
Wissenschaftliche Beratung: Penka Angelova, Paul Michael Lützeler
Montag, 2. Juni 2003
14:45
Begrüssung: Marianne Gruber
Leitung der Sitzung: Paul Michael Lützeler
(Vorsitzender des Internationalen Arbeitskreises Hermann Broch)
15:00 Uhr
Bernhard Fetz (Wien): Die Logik des Wahns: Brochs Esch und Canettis
Kien
15:45 Uhr
Claus Caesar (Frankfurt am Main): Liebe und Geld in Brochs und Canettis
Komödien
Pause
17:00 Uhr
Christine Mondon (Rouen): Canettis Bild von Broch
17:45 Uhr
Doron Rabinovici (Wien): Broch und Canetti
Abendveranstaltung
19:00 Uhr
Lesung aus Werken Brochs und Canettis
Dienstag, 3. Juni 2003
Leitung der Sitzung: Penka Angelova
(Präsidentin der Internationalen Elias Canetti Gesellschaft)
15:00 Uhr
Endre Kiss (Budapest): Broch und Canettis romantheoretischer Dialog
15:45 Uhr
Monika Ritzer (Leipzig): Zum Realismusbegriff bei Broch und Canetti
Pause
17:00 Uhr
Kerstin Krotschwill: Kitsch und Verwandlung bei Broch und Canetti
17:45 Uhr
Herwig Gottwald: Der Mythosbegriff bei Broch und Canetti
Mittwoch, 4. Juni 2003
Leitung der Sitzung: Wendelin Schmidt-Dengler
(Direktor des Österreichischen Literaturarchivs, Wien)
15: 00 Uhr
Karol Sauerland (Warschau): Canettis und Brochs Auffassungen vom
Bösen
15:45 Uhr
Manfred Durzak (Paderborn): Der Todesbegriff bei Canetti und Broch
Pause
17:00 Uhr
Herbert Arlt (Wien): Macht bei Canetti und Broch
17:45 Uhr
Wolfgang Mueller-Funk (Wien): Die Angst (vor) der Masse bei Canetti
und Broch
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Hermann Broch und die Wiener Moderne
Wien, 8.-10. Mai 2003
ÖSTERREICHISCHE LIGA FÜR MENSCHENRECHTE
A-1070 Wien, Hermanngasse 9,
E-mail: menschenrechte@chello.at
Wissenschaftliche Leitung: Dr. Manfred Jochum
Organisation: Dr. Elisabeth Ebner
Donnerstag, 8. Mai 2003: Rathaus
14.00-16.30 Treffen mit österreichischen StudentInnen
und Studierenden aus den angrenzenden neuen EU-Staaten
19.00 Wiener Vorlesungen:
Univ. Prof. DDr. Manfried Welan: "Hermann Broch und die Menschenrechte"
Moderation: Dr. Manfred Jochum
Freitag, 9. Mai 2003: Aula im Universitätscampus AAKH
9.00 - 9.30: Begrüßung:
Vizerektor Univ. Prof. Dr. Arthur Mettinger
Stadtrat Dr. Mailath-Pokorny
GR Dr. Michael Ludwig
Präsident Ferdinand Lacina
10.00 em. Univ. Prof. Dr. Joseph P. Strelka: "Der
Tod des Vergil"
11.00 Dr. Helga Mitterbauer: "Die Menschenrechtsdebatte
bei Hanna Arendt und Hermann Broch"
12.00 Mag. Hans Veigl: "Broch und das Wiener Kaffeehaus"
13.00 -15.00 Mittagspause
15.00 Dr. Otto Brusatti: "Die verweigerte Anerkennung"
16.00 Dir. Mag. Christian Stifter: "Hermann Broch und
die wissenschaftszentrierte Volksbildung"
Samstag, 10. Mai 2003: Aula im Universitätscampus AAKH
9.30 Univ. Prof. Dr. Mira Miladinovic Zalaznik:
"Die Brochrezeption in Slowenien und Ungarn"
10.30 Univ. Prof. Dr. Klaus Amann: "Die Brochbibliothek"
11.30 Dr. Bernd Gallob: "Hermann Broch auf Abwegen:
Theater und Film"
12.30 Univ.Prof. Dr. Paul Michael Lützeler: "Broch
lesen, wozu?"
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