IAB

Rundschreiben
 

16 Dez 2007 (Rundschreiben zum Jahreswechsel 2007/2008) |8 Jan 2007 (Rundschreiben zum Jahreswechsel 2006/2007) | 19 Dez 2004 (IAB Bericht und "Call for Papers") | 24 April 2004 (Programm der Broch-Tagung in Dortmund) | 3 Jan 2004 (Neujahrs-Rundschreiben) | 23 Okt 2003 (MLA Dates) | 22 Okt 2003 (MLA Session on Broch) | 23 Aug 2003 (Broch-Tagung in Dortmund) | 8 Feb 2003 (Drei Broch-Tagungen und anderes) | 17 Jan 2002 (Doktoranden-Projekte, Symposien, Publiktionen) | 10 Jan 2002 (MLA) | 26 Dec 2001 (PS) | 24 Dec 2001 (Ein gutes neues Jahr) | 26 Sept. 2001 (Erster Brief)

Subject: Rundschreiben zum Jahreswechsel 2007/2008
Date: Sun, 16 Dez 2007

Liebe Mitglieder,

seit dem letzten Rundbrief ist einige Zeit vergangen. Im Herbst 2007 fand in Veszprém in Ungarn, an der Pannonischen Universität, die schöne Tagung über Brochs literarische Freundschaften statt. Veranstalter waren Endre Kiss und ich selbst, und die Gastgeber an der Universität Csaba Foeldes als Dekan und Gabriella Rácz von der Deutschen Abteilung. Inzwischen haben wir die 22 Beiträge redigiert, das Manuskript liegt beim Stauffenburg Verlag in Tübingen, und der hat uns informiert, dass der Band im kommenden Jahr erscheinen wird, voraussichtlich im Frühjahr. Druckkostenzuschüsse haben wir von der Washington University in St. Louis und von der Alexander von Humboldt Stiftung in Bonn erhalten.

Im Juni dieses Jahres fand die nicht minder interessante Tagung zu Broch und die Religion statt. Veranstalter waren Christine Maillard von der Universität Straßburg und ich selbst. Christine Maillard war Gastgeberin, und zwar als Direktorin von MISHA (Maison interuniversitaire des Sciences de l’Homme) an ihrer Unversität. Es war vereinbart worden, dass die TeilnehmerInnen ihre druckfertigen Manuskripte bis November d.J. an Christine Maillard schicken, aber es sind bisher nur ganz wenige Beiträge eingelangt. So bitte ich auch auf diesem Weg die TeilnehmerInnen, ihre Aufsätze so bald wie möglich als Email attachment an Christine Maillard zu schicken. Der Band wird als Themenheft in der von Christine Maillard herausgegebenen Fachzeitschrift Recherches Germaniques erscheinen.

Inzwischen sind auch die IAB-Planungen für die Broch-Tagungen 2008, 2009 und 2011 fortgeschritten.

In Prag findet vom 26.-28. Juni 2008 die Konferenz mit dem Thema “Hermann Broch und die Künste” statt. Veranstalter sind Alice Staskova von der Universität Prag und ich selbst. Gastgeberin ist Alice Staskova, die Unterstützung von ihrer Universität, dem Goethe Institut und dem Österreichischen Kulturinstitut in Prag erhalten hat. Das Programm ist so gut wie fertig, und wir werden es bald auf der website des IAB anzeigen.

Die Broch-Tagung in Lancaster, England, im Juli 2009 wird dem Thema “Brochs Schlafwander: Interpretation und Rezeption” gewidmet sein. Veranstalter sind Graham Bartram von der Universität Lancaster und ich selbst. Graham Bartram ist Gastgeber und hat die Unterstützung seiner Universität erhalten. Das Programm wird im Lauf der nächsten Monate zusammengestellt sein und wird dann ebenfalls hier angezeigt werden. (Die Schlafwandler sind nach wie das beliebteste Buch von Broch. Der Bayrische Rundfunk strahlt die ganze Trilogie im Lauf der nächsten Monate in dialogisierter Form aus.)

Michael Kessler plant zum Jubiläumsjahr 2011 (125. Geburtstag und 60. Todestag Brochs) in Zusammenarbeit mit mir ein eine Tagung in Stuttgart. Das entspricht einer Tradition, denn 1986 (zum 100. Geburtstag) und 2001 (zum 50. Todestag) haben wir mit ihm als Gastgeber vergleichbare Tagungen veranstaltet.

Zudem ist zu berichten, dass Ende dieses Monats während der Jahrestagung der MLA (Modern Language Association of America) in Chicago eine Broch-Sektion mit dem Titel “Hermann Broch and Public Intellectuals” anberaumt ist, die ich leite. Die Details finden Sie ebenfalls auf der IAB website angezeigt.

Sollten Sie bei Tagungen Broch-Sektionen veranstalten oder auch eigene Broch-Symposien anberaumen, lassen Sie es uns wissen, damit wir sie auf unserer website anzeigen koennen.

Zudem weisen wir auf neue Buchpublikationen zu Broch hin. In diesem Jahr ist ein von mir herausgegebener Band mit Briefen Brochs an Paul Federn erschienen. Und gerade ist ein neues Buch von unserem Mitglied Barbara Picht zum Thema Exil in Princeton herausgekommen, bei dem ein Drittel des Bandes Broch gewidmet ist. Beide Publikationen finden Sie ebenfalls auf der website angezeigt. Informieren Sie uns also, wenn es neue Buchpublikationen zu annoncieren gilt. Und denken Sie daran, dass es am Broch-Archiv der Beinecke Rare Book Libarary der Yale University in New Haven ein einmonatiges Forschungsstipendium gibt, um das man sich bewerben kann. Und das Deutsche Literaturarchiv in Marbach, das das zweitgrößte Broch-Archiv beherbergt, vergibt ebenfalls Forschungsstipendien an WissenschaftlerInnen, die in ihrem Archiv arbeiten wollen.

Es wäre auch gut, wenn Sie interessierte DoktorandInnen, die über Broch promovieren oder Kolleginnen und Kollegen, die Broch-Seminare veranstalten, auf den IAB hinwiesen. Inzwischen haben wir über 160 Mitglieder, und vor allem mit Hilfe der fast jährlich anberaumten Tagungen will der Arbeitskreis das internationale wissenschaftliche Interesse am Werk Herman Brochs wachhalten und, so weit es möglich und erwünscht ist, Koordinationsarbeit leisten. Mitgliedsbeiträge erheben wir, wie Sie wissen, nicht. Das erspart uns entsprechende “Entlastungen” des Vorstands und vergleichbar pompöse Dinge. Der Vorstand rekrutiert sich aus denjenigen KollegInnen, die im Rahmen des IAB internationale Broch-Tagungen veranstaltet haben oder veranstalten werden. Während der Broch-Tagungen versuchen wir, eine Stunde anzuberaumen, in dem die Planungen für die nächsten Jahre besprochen werden. Das hat bisher sehr gut geklappt.

Mit bestem Dank für Ihre kollegiale Kooperation im Lauf der Jahre und mit den besten Wünschen für die Feiertage und zum neuen Jahr bin ich Ihr IAB Vorsitzender,

Paul Michael Lützeler


Subject: Rundschreiben zum Jahreswechsel 2006/2007
Date: Mon, 8 Jan 2007

Liebe Mitglieder des Internationalen Arbeitskreises Hermann Broch,

als erstes gilt mein Dank Sachiko Broch de Rothermann, der Nachlassverwalterin Hermann Brochs. Sie hat dem IAB auf vielfache Weise geholfen, und sie nimmt regelmaessig an den Broch-Tagungen teil. Dank gilt ferner Sarah McGaughey von der University of Massachusetts, die als webmaster uns auf dem Laufenden haelt, was die neuen Mitglieder, die neuen Buchpublikationen und die neuen Broch-Symposien betrifft. Inzwischen haben wir 160 Mitglieder, und es werden sicher noch mehr werden. Mein Dank gehoert auch dem Stellvertretenden Vorsitzenden, Michael Kessler, der immer wieder mit guten Ideen und Initiativen die Aktivitaeten des IAB bereichert. Das gilt auch fuer die meisten Mitglieder des Vorstands. Dank aber auch den KollegInnen, die in letzter Zeit Broch-Symposien im Rahmen des bzw. in Zusammenarbeit mit dem IAB durchgefuehrt haben. Schon vor ueber einem Jahr erschien der Band "Hermann Broch: Politik, Menschenrechte - und Literatur?" als Ergebnis der Brochtagung in Dortmund, deren Gastgeber Thomas Eicher war, und bei der Hartmut Steinecke bei der Vorbereitung und Planung geholfen hat. In vergleichbar guter Erinnerung ist uns das ungarische Broch-Symposium (Brochs literarische Freundschaften), das diesen Oktober in Veszprem stattfand, und das von Endre Kiss, Gabriella Racz und Csaba Foeldes an der Universitaet von Veszprem organisiert worden ist. Mit den zwanzig ReferentInnen und den vielen Gaesten - vor allem StudentInnen - der Universitaet war es eines der groesseren Symposien, die wir bisher veranstaltet haben. Der Band zur Tagung ist in Vorbereitung und soll 2007 erscheinen. Im kommenden Jahr (Anfang Juni) ist Christine Maillard Gastgeberin der Strassburger Broch-Konferenz zum Thema Broch und die Religion, und im Jahr darauf wird Alice Staskova in Prag (Universitaet und Goethe Institut) das Symposium ueber Broch und die Kuenste leiten. Wir haben bereits bis 2009 geplant, wenn Graham Bartram an der University of Lancaster ein Symposium ueber Brochs "Schlafwandler" durchfuehren wird. Schreiben Sie mir doch bitte, falls Sie ebenfalls Plaene fuer Broch-Tagungen haben, so dass wir entsprechend planen koennen. Die Organisation von Symposien ist ja die primaere Aufgabe des Arbeitskreises. Auch bei der Jahrestagung der Modern Language Association of America veranstalten wir regelmaessig Sektionen, die sich mit Brochs Werk beschaeftigen, so etwa im Jahr 2005 zum Thema Broch und Thomas Mann. Vergleichbare Initiativen werden in Zukunft bestimmt auch bei den Jahrestagungen der German Studies Association stattfinden, bei der zunehmend Vortraege ueber Broch angeboten werden. Ich koennte mir vorstellen, dass das auch bei anderen nationalen germanistischen Jahrestagungen der Fall sein wird. Im Jahr 2010 findet in Warschau der grosse Kongress der IVG statt, und auch dort koennten Brochvortraege in den verschiedenen Sektionen angeboten werden. Schoen waere auch, wenn die Mitglieder unseres Arbeitskreises an ihren Universitaeten mehr Broch-Seminare offerieren wuerden, bzw. Broch verstaerkt in Seminare oder Vorlesungen ueber die Moderne einbeziehen koennten. Nur so ergeben sich auch Doktorarbeiten, denn ohne Anregungen durch ein Seminar entstehen selten Dissertationen. Sie wissen, dass es Kurzzeitstipendien sowohl zur Arbeit am Broch-Archiv der Beinecke Library der Yale University wie auch am Broch-Archiv des Deutschen Literaturarchivs in Marbach gibt. Ueber solche Dinge informiert Sie unsere Website. Inzwischen haben eine ganze Reihe Mitglieder unseres Arbeitskreises diese Stipendien wahrnehmen koennen. Sie sollten uns unbedingt wissen lassen, wenn Sie Buchpublikationen ueber Broch veroeffentlicht haben, damit wir diese Neuerscheinungen auch auf der website nennen koennen. Ich bin sowohl mit Suhrkamp wie auch mit amerikanischen Verlagen in Kontakt, was die Lieferbarkeit von Broch-Buechern betrifft. Man bekommt zwar so gut wie alles bei den Internetbuchhandlungen der verschiedenen Laender und im sog. Modernen Antiquariat, aber eine Reihe von Broch-Titeln (abgesehen von den "Schlafwandlern" und dem "Tod des Vergil") sind in regulaeren Buchhandlungen oft nicht mehr zu bekommen, weil sie 'out of print' sind. Ich waere Ihnen dankbar, wenn Sie auch in Ihren Heimatlaendern ein Auge auf die Lieferbarkeit von Brochtexten haben koennten und sich evtl. mit Verlegern, die bisher Broch publizierten, in Verbindung setzen wuerden, wenn Sie sehen, dass Auflagen vergriffen sind.

Bis zu einem Wiedersehen im neuen Jahr bin ich mit den besten Gruessen und Wuenschen fuer 2007, Ihr Paul Michael Luetzeler.

Subject: IAB Bericht und "Call for Papers"
Date: Sun, 19 Dez 2004

Liebe KollegInnen,

vorab die besten Wuensche fuer die Feiertage und zum neuen Jahr. Ich danke Ihnen fuer die gute Zusammenarbeit waehrend 2004. Bei meinen Reisen (ob in den USA, Europa oder in Indien) traf ich in diesem Jahr Mitglieder unseres Arbeitskreises, und ich freue mich, dass wir inzwischen fast 140 Mitglieder zaehlen.

Ende 2004 hatten wir eine gut besuchte MLA-Special Session, bei der Gisela Brude-Firnau, Mathias Konzett und Judith Ryan ueber Brochs Einfluss auf AutorInnen der Gegenwartsliteratur referierten, und die ich als Chairman leitete. (Auch fuer 2005 werden wir versuchen, eine special session bei der MLA zu arrangieren.) Ende Juni d.J. fand das Symposium ueber Broch und die Menschenrechte in Dortmund statt, wobei die Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen als Gastgeberin fungierte. Thomas Eicher, Hartmut Steinecke und ich hatten die Tagung organisiert, und der sich daraus ergebende Band ist inzwischen fertig und wird im Lauf des kommenden Jahres erscheinen.

Teilen Sie uns bitte Ihre Broch-Publikationen (vor allem die Buch-Veroeffentlichungen) mit, damit wir sie auf der IAB website auffuehren koennen.

Was Primaerliteratur betrifft, so erschien in diesem Jahr die von mir zusammengestellte Dokumentation "Freundschaft im Exil: Thomas Mann und Hermann Broch" (Thomas Mann-Studien bei Klostermann), die ich im Hinblick auf das Thomas Mann-Jahr 2005 veroeffentlichte. 2005 erscheint "Transatlantische Korrespondenz: Hermann Broch und Ruth Norden" bei Suhrkamp (ebenfalls von mir ediert).

Ermuntern moechte ich die Mitglieder, sich um Stipendien zu Forschungen in den Broch-Archiven der Beinecke Rare Book Library in New Haven (Yale University) wie im Deutschen Literaturarchiv in Marbach zu bewerben. Betonen muss man bei den Bewerbungen, dass man die Materialien, die dort sind, einsehen muss, was dann im Antrag im Detail zu belegen ist. Es genuegt nicht, einfach ein Broch-Projekt zu beschreiben, das man genausogut anderswo durchfuehren koennte. Hinweise zu diesen Stipendien finden Sie in der IAB website.

Danken moechte ich an dieser Stelle auch Sarah McGaughey, webmaster des IAB. Sie stellt gerade eine Dissertation ueber Broch bei mir fertig.

Fuer die kommenden Jahre sind Broch-Tagungen in Ungarn, Frankreich, der Tschechischen Republik und England geplant. Vorweg schon Dank an die KollegInnen, die bereits mit den jeweiligen Planungen begonnen haben.

Unsere naechste internationale Broch-Tagung findet im Herbst 2006 in Ungarn statt. Endre Kiss bereitet sie gemeinsam mit seinem Kollegen Csaba Foeldes und mir vor. Beiliegend der "Call for Papers":

Call for Papers

Hermann Brochs literarische Freundschaften
Eine internationale Tagung, 13.-15. Oktober 2006 in Veszprem (Ungarn)

Die Veranstalter des Symposiums sind das Germanistische Institut der Universitaet Veszprem und der Internationale Arbeitskreis Hermann Broch. Sie wollen die Aufmerksamkeit der Forschung auf die vielen intensiven Freundschaften und intellektuellen Kooperationen lenken, die Brochs Leben und literarisches Werk mitbestimmt haben. In jedem Vortrag sollten Broch und der jeweilige Freund bzw. die jeweilige Freundin in etwa gleichgewichtig vorkommen.

Zu denken ist z. B. an Ea von Allesch, Franz Blei, Rudolf Brunngraber, Elias Canetti, Paul Federn, Edith Gyoemroei, Erich von Kahler, Gina Kaus, Robert Musil, Ernst Polak, Robert Pick, Alfred Polgar, George Saiko, Ernst Schoenwiese, Abraham Sonne, Friedrich Torberg, Berthold Viertel, Stefan Zweig aus Oesterreich bzw. aus den Staaten der ehemaligen Donaumonarchie; an Herbert Burgmueller,Elisabeth Langgaesser, Thomas Mann, Hans Reisiger, Hans Sahl, Frank Thiess, Egon Vietta, Volkmar von Zuehlsdorff aus Deutschland; Edwin und Willa Muir aus Schottland; Hannah Arendt, Giuseppe Antonio Borgese, Henry Seidel Canby, Fanny Rogers, Jean Starr Untermeyer und Thornton Wilder aus den USA.

Um moeglichst viele Freundschaftsbeziehungen diskutieren zu koennen, wird in der Regel zu jedem/jeder der gewaehlten FreundInnen nur ein Beitrag angenommen.

Die Tagung will auch ein Forum fuer promovierte NachwuchswissenschaftlerInnen sein, die nachdruecklich gebeten werden, Referatsvorschlaege einzureichen.

Die Anmeldungen werden ueber Email erbeten bis zum 15. April 2005 bei den Veranstaltern:

Csaba Foeldes, email: foldes@almos.vein.hu
Endre Kiss, email: andkiss@hu.inter.net
Paul Michael Luetzeler, email: jahrbuch@wustl.edu


Subject: Programm der Broch-Tagung in Dortmund
Date: Sat, 24 April 2004

Liebe Mitglieder des Arbeitskreises:

Wenn Sie auf der website des IAB nachschauen, finden Sie jetzt den genauen Programmablauf der Dortmunder Broch-Tagung (24.-26.6.2004) gelistet. Wir würden uns freuen, wenn Sie die Tagung besuchen könnten.

Mit herzlichen Grüssen,
Ihr Paul Michael Lützeler


Subject: Neujahrs-Rundschreiben
Date: Sat, 3 Jan 2004

Liebe KollegInnen,
auch 2003 ist in Sachen Broch-Forschung einiges geschehen. Zum ersten hat sich inzwischen, verglichen mit der Gruendungsphase vor drei Jahren, die Anzahl der Mitglieder unseres Arbeitskreises mehr als verdoppelt: von sechzig auf 131.

Im Fruehjahr 2003 fanden zwei Broch-Tagungen in Wien statt: die erste veranstaltet von der Oesterreichischen Gesellschaft fuer Menschenrechte (der Sammelband wird in diesem Jahr, hg.v. Elisabeth Ebner, erscheinen), die zweite in Marianne Grubers Gesellschaft fuer oesterr. Literatur. Dabei ging es um Broch und Canetti, und der Band soll Ende d. J., hg. v. Penka
Angelova und mir, in den Canetti-Studien herauskommen. Die Planung fuer die Dortmunder Tagung (Politik, Menschenrechte, Literatur) ist abgeschlossen und findet Mitte dieses Jahres statt. Zwei weitere Broch-Tagungen sind fuer 2006 im Gespraech, doch ist es noch etwas frueh, darueber zu schreiben, weil sich alles noch im ersten Planungsstadium
befindet.

Erfreulich ist, dass die Ergebnisse der Broch-Tagungen des Jubilaeumsjahres 2001 nun vorliegen: der Yale Tagungsband kam im Fruehjahr heraus, und der Band, der die Symposien von Stuttgart und Wien umgreift, vor wenigen Wochen, betreut von Michael Kessler. Darueber vgl. im einzelnen die Angaben unter "Bibliographisches" in unserer website. Den Veranstaltern (Christa Sammons, Michael Kessler, Marianne Gruber) und den Teilnehmern an diesen Symposien noch einmal herzlichen Dank. Durch die Tagungen und durch diese beiden Baende (der erstere mehr die amerikanischen, der zweite mehr die europaeischen Broch-Studien spiegelnd) sind der Forschung wichtige Impulse gegeben worden.

Zum Abschluss des Jahres fand auch wieder eine special session zu Broch bei der Jahrestagung der Modern Language Association statt. Diesmal ging es um die Beziehung von Gegenwartsautoren (Th. Bernhard, M. Streeruwitz, P. Handke, M. Maron) zu Broch. Auf dem Gebiet der literarischen Brochrezeption, wurde festgestellt, lassen sich noch viele Entdeckungen
machen. Bei der MLA wurde mir waehrend einer Feier auch der grosse Sammelband uebergeben, den Michael Kessler mir freundlicherweise zum 60. Geburtstag gewidmet hat. Das war eine froehliche Angelegenheit, bei der Gisela Brude-Firnau, Ruth Klueger, Lynne Tatlock, Friederike Eigler und Sebastian Wogenstein sprachen. Besonders witzig das Gelegenheitsgedicht von Ruth Klueger! Auch den Mitherausgebern der Festschrift, Marianne Gruber, Barbara Mahlmann-Bauer, Christine Mondon und Friedrich Vollhardt moechte ich hier danken.

Meinen Dank auch an Sarah McGaughey, webmaster unserer Arbeitskreises, aber auch an Sachiko Broch de Rothermann, der viel an der Forschung ueber das Werk ihres Schwiegervaters gelegen ist.

Teilen Sie uns bitte immer mit, wenn Sie neue Arbeiten zu Broch vorlegen, wir nehmen sie dann in unsere Bibliographie auf. Und vergessen Sie nicht, dass es sowohl an der Yale University (Beinecke Library) wie auch am Deutschen Literaturarchiv Kurzzeit-Stipendien gibt, die es Ihnen erlauben, mit finanzieller Hilfe einige Wochen in den dortigen Broch-Archiven zu arbeiten.

In der Hoffnung auf weitere gute Kooperation bin ich Ihr

Paul Michael Lützeler

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Subject: MLA Dates
Date: Thurs, 23 Okt 2003

Dear IAB members: the Broch session during the MLA convention in San Diego will meet on Tuesday, December 30, but the reception of the IAB will take place during the late afternoon of the day before: Monday, December 29.

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Subject: MLA Session on Broch
Date: Wed, 22 Okt 2003

Liebe Mitglieder des Broch-Arbeitskreises. Waehrend der diesjaehrigen MLA in San Diego wird wieder eine Broch-Sektion veranstaltet. Hier das Programm:

Echoes to Hermann Broch's Works: Bernhard, Streeruwitz, Handke, Maron
8:30-9:45 a.m. Boardroom, San Diego Marriott
Session leader: Paul Michael Lutzeler, Washington Univ.

1. "Affinities: Broch in Bernhard's and Streeruwitz's Works"
Matthias Konzett: Yale Univ.

2. "Intertext: Broch's 'Esch' and Handke's 'Langsame Heimkehr'"
Michael Kessler, Kath. Akademie, Stuttgart

3. "Reception: Broch's 'Sleepwalkers' and Maron's 'Stille Zeile sechs'"
Gisela Brude-Firnau, Univ. of Waterloo

Repondent: Judith L. Ryan, Harvard Univ.

It would be good to see those of you attending the MLA convention during
the session. The Arbeitskreis will also arrange for a reception on the
late afternoon of Monday Dec. 29. Those who would like to attend send a
note about details to Mike Luetzeler's email address: jahrbuch@wustl.edu

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Subject: Broch-Tagung in Dortmund
Date: Sat, 23 Aug 2003

Liebe KollegInnen,
anbei das vorlaeufige Programm der Broch-Tagung in Dortmund vom 24.-26. Juni 2004. Wir hoffen, dass moeglichst viele Mitglieder am Symposium teilnehmen werden. Mit besten Gruesse, Paul Michael Luetzeler.

Hermann Broch. Politik, Menschenrechte - und Literatur?
24.-26. Juni 2004
Tagungsprojekt der Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen in Dortmund (Dr. Thomas Eicher)
in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Arbeitskreis Hermann Broch
(Prof. Dr. Paul Michael Lützeler)
und der Universität Paderborn (Prof. Dr. Hartmut Steinecke)

1. Zum Thema der Tagung

Der jüdisch-österreichische Schriftsteller und Exilautor Hermann Broch (1886-1951) war nie ein Schulautor wie Bertolt Brecht und auch keine Figur nationaler Repräsentanz wie Thomas Mann. Aber er zählt mit seinen Romanen "Die Schlafwandler", "Die Verzauberung", "Der Tod des Vergil" und "Die Schuldlosen" zu den international renommiertesten Autoren der klassischen Moderne. Seine Bücher sind in viele Sprachen übersetzt worden und werden von der Germanistik seit einem halben Jahrhundert kontinuierlich diskutiert und interpretiert. So war es folgerichtig, daß vor einem Jahr der "Internationale Arbeitskreis Hermann Broch" gegründet wurde, dem mehr als 120 Germanisten, Historiker, Politologen und Juristen aus Europa, Amerika und Asien angehören. Ziel des Arbeitskreises ist die Veranstaltung wissenschaftlicher Symposien zum Werk Hermann Brochs. In der Vergangenheit stand der Schriftsteller Hermann Broch, der Romancier und Essayist, im Mittelpunkt der Forschung. Dass er auch Schriften zur Politik, Massenpsychologie und Ethik verfasst hat, war zwar bekannt, interessierte aber allenfalls einige Spezialisten. Die meisten der ‚traditionell' ausgerichteten Literaturwissenschaftler brachten und bringen dafür ein geringes Interesse und eine sehr begrenzte Kompetenz auf.

Hingegen haben Schriftsteller und Intellektuelle unserer Zeit wie George Steiner, Carlos Fuentes, Susan Sontag, Bernard-Henri Levy und Milan Kundera die Bedeutung Brochs auch als Zeitkritiker und als politischer Denker gewürdigt. Wie wenige andere Schriftsteller seiner Generation hat er die ethische, letztlich religiöse Krise der westlichen Zivilisation im 20. Jahrhundert analysiert und in seinen Schriften bewußt gemacht. In seinen politischen und massenpsychologischen Schriften geht es vor allem um eine ethische Neubegründung der Menschenrechte, z.B. den Vorschlag für ein "Gesetz zum Schutz der Menschenwürde" und das Plädoyer für einen Internationalen Gerichtshof der UNO, der Verstöße gegen die Menschenrechte zu verfolgen habe. Brochs politische Kritik, wie er sie in seinen Romanen und in den theoretischen Schriften äußert, ist auch ein halbes Jahrhundert nach seinem Tod aktuell. Diese Aktualität (und nicht das Diktat des Kalenders, der an irgendeinen Gedächtnistag erinnert) ist es, die uns veranlaßt, dieses Symposium zu organisieren. Zudem ist Broch ein Zeitgenosse unserer Gegenwart insofern, als er mit seinem Exil das Schicksal vieler Menschen auch im neuen Jahrhundert teilt. Broch war von der universellen Gültigkeit der Menschenrechte überzeugt, und seine Stimme sollte heute angesichts der Relativierung und Anfeindung dieser Position gehört werden.

Vorgesehen sind Beiträge von 16 Referentinnen und Referenten aus sechs Nationen, aus den Disziplinen Politologie, Geschichte, Jura, Theologie, Germanistik, Komparatistik und Kulturwissenschaft. Eine Schriftstellerin und zwei kulturwissenschaftliche Schriftsteller ergänzen das Programm.

2. Zum Ablauf der Tagung

Die Tagung stellt zum einen die politischen und ethischen Schriften Brochs mit dem Zentrum seiner Arbeiten über die Menschenrechte in den Vordergrund, wobei die Vertreter der einschlägigen Disziplinen auch die Behandlung der entsprechenden Themen in den literarischen Arbeiten Brochs im Auge behalten. Zum anderen erörtern Kultur- und Literaturwissenschaftler, von einzelnen literarischen Werken ausgehend, die genannten übergreifenden Fragen. Die jedem Referenten gegebene Vorgabe war die in Punkt 1 "Zum Thema der Tagung" genannte Interdisziplinarität und die Prüfung der Frage nach der Aktualität bzw. Aktualisierbarkeit im Blick auf zentrale Debatten zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Im einzelnen werden die Referenten in der 1. Sektion "Politik und Menschenrechte" die folgenden Themen behandeln:

Anton Pelinka (Politologe, Innsbruck)
"Pax Americana und Kalter Krieg in Brochs Exilschriften"
In seinen politischen Exilschriften orientierte Broch sich an F. D. Roosevelts "demokratischem Interventionismus", wie u.a. seine "Massenwahntheorie" zeigt. Untersucht wird, ob und wie diese Einstellung auch in der Nachkriegszeit Brochs politisches Denken bestimmte, ob er für diesen Interventionismus auch im Kalten Krieg zur Zeit von Truman und Acheson Partei nahm.

Wolfgang Graf Vitzthum/Monika Klinger (Juristen, Tübingen)
"Menschenrechte und internationale Gerichtsbarkeit im Denken Brochs"
Brochs Überlegungen werden im aktuellen Kontext der Einrichtung eines Internationalen Strafgerichtshofs wie auch der "humanitären Intervention" in Menschenrechtsdingen (siehe Bosnien-Krieg) gesehen. Broch sprach visionär Themen an, die heute in der konkreten Politik von unmittelbarem Belang sind. Nachgegangen wird auch der Frage, ob Brochs Beiträge Antworten auf Fragen der Terrorismusbekämpfung geben können.

Gilbert Weiss (Politologe/Kulturwissenschaftler, Greifswald)
"Politische Religion als Thema bei Hermann Broch und Eric Voegelin"
Broch und Voegelin kannten sich seit den 1930er Jahren. In seinem 1938 erschienenen Buch "Politische Religionen" dechiffrierte Voegelin das ersatzreligiöse Fundament der modernen Totalitarismen. In eine ähnliche Richtung zielten auch Brochs Schriften, man denke an seinen Roman "Die Verzauberung". Es geht um den politischen Mythos in der Moderne und um die ihm zugrundeliegende Anthropologie.

Thomas Hollweck (Germanist/Soziologe, Boulder/Col. USA)
"Hermann Broch und Eric Voegelin: Briefwechsel über die Menschenrechte"
1945 korrespondierten Broch und Voegelin im amerikanischen Exil über
Brochs Essay zur Utopie der Internationalen Menschenrechte. Voegelins
Stellungnahme hatte einen Einfluss auf die letzte Fassung des Essays.
Eingegangen wird auf die intellektuellen Schwerpunkte, in denen das Denken
Brochs sich mit dem Voegelins berührte. Voegelins These vom
Nationalsozialismus als politischer Religion beeinflusste Broch.

Michael Kessler (Theologe/Germanist, Stuttgart)
"Menschenrecht und Toleranz bei Broch"
Brochs massenpsychologischen und politischen Schriften liegt eine konsistente Theoriebildung zugrunde. Das zeigt sich vom frühesten politischen Pamphlet aus dem Jahr 1918 bis zur letzten Stellungnahme von 1950. Menschenrecht und Toleranz sind die aufklärerischen Grundbegriffe, die Brochs Schriften auch aus der Exilzeit prägen.

Thomas Borgard (Germanist/Kulturwissenschaft, Bern)
"Brochs Massenwahntheorie im Kontext"
Im Mittelpunkt stehen die intellektuellen Voraussetzungen der in den
1930er und 1940er Jahren entstandenen Brochschen Massenwahntheorie. Das
Augenmerk gilt der Revision des früheren wertphilosophischen Ansatzes, der
Anverwandlung der modernen Sozialwissenschaften im Vergleich Europa/USA
sowie der Rolle des psychologischen Paradigmas. Abschließend werden die Folgen für den Roman "Der Tod des Vergil" diskutiert.

Alice Staskova (Komparatistin, Prag)
"Politik bei Hermann Broch und Jan Patocka"
Die Möglichkeit politischen Handelns beginnt nach Jan Patocka durch ein Zugeständnis an die Geschichte. Geschichte wiederum beginnt dort, wo in einer Erschütterung von Sinn Politik und Philosophie gemeinsam entstehen. Das geschichtsphilosophische Denken Patockas soll mit der frühen Philosophie Brochs und mit dem Geschichtsbegriff aus den "Schlafwandlern" (Zerfall der Werte) konfrontiert werden.

Barbara Picht (Historikerin, Berlin)
"Brochs Wissenschaftsverständnis im Exil"
Verglichen wird Brochs Wissenschaftsverständnis vor und während des Exils.
Dabei stehen drei Fragen im Vordergrund: Welche Form wählte er für die wissenschaftliche Arbeit? Was waren seine Themen? Welche Ziele werden in den Aufsätzen formuliert? Mit der politischen Rechtswende von 1933 änderte sich seine Auffassung darüber, was philosophische und schriftstellerische Arbeiten bewirken können und sollen.

Die 2. Sektion: "Politik und Literatur" setzt ein mit einer grundlegenden

Reflexion über die Rolle von Literatur in der Zeit des Wertezerfalls und behandelt sodann die Leitthemen ausgehend von einzelnen Romanen Brochs.

Gerhard Lauer (Germanist/Kulturwissenschaftler, Göttingen)
"Vom Wert der Dichtung: Hermann Broch und die Politik der Literatur"
Die zentrale Frage wird sein, wie Literatur für Broch angesichts des Wertezerfalls wertbildend sein kann, wobei an die aktuelle Fragestellung über die "politics of interpretation" angeschlossen wird. Welche Werte können in der Literatur verhandelt werden? Dabei wird sowohl auf Brochs literaturtheoretische Essays wie auf sein vor dem Exil wie im Exil entstandenes Romanwerk eingegangen.

Hartmut Steinecke (Germanist/Kulturwissenschaftler, Paderborn)
"Menschenrechte und Judentum vor und nach der Shoah"
Brochs Einstellung zu Fragen der Politik, der Ethik und der Menschenrechte wurde anfangs nur peripher von seinem Judentum bestimmt. Aber bereits in der "Schlafwandlerin" spielt das Judentum eine gewisse Rolle. Sie nimmt nach 1933 erkennbar zu, vor allem im Exil, sowohl in den theoretisch-politischen Schriften ("Phänomenologie des Verfolgten") als auch in den "Schuldlosen".

Paul Michael Lützeler (Germanist/Komparatist, St. Louis/USA)
"Brochs 'Schlafwandler': die Polenfrage im 'Pasenow'"
Der 1928 geschriebene erste Band von Brochs "Schlafwandler"-Trilogie mit dem Titel "1888. Pasenow oder die Romantik" steckt voll von zeitkritischen Anspielungen auf die Wilhelmische Ära. Nicht nur auf den gerade 40 Jahre zurückliegenden Regierungswechsel der Hohenzollern wird kritisch angespielt, auch Bismarcks kolonialistische Polenpolitik des Reiches wird vielfach in Erinnerung gebracht.

Eva Reichmann (Germanistin, Bielefeld)
"Brochs 'Verzauberung' und Soma Morgensterns 'Funken am Abgrund'"
Es bestehen zahlreiche Parallelen zwischen den beiden Romanen Brochs und Morgensterns, was die Naturbeschreibung wie auch die Gestaltung der antagonistischen Hauptfiguren betrifft. Nachgegangen wird der Frage, inwieweit ein Einfluss Brochs auf Morgenstern vorliegen kann. Das ist gerade im Hinblick auf Morgensterns kritische Abgrenzung von Broch nicht ohne Interesse.

Markus Pissarek (Germanist, Passau)
"Brochs 'Verzauberung' und 'Schuldlosen' - Decouvrierung von NS-Ideologie"
Strukturelle Aequivalenzen werden untersucht, die zwischen der Ideologie des Nationalsozialismus und der fiktionalen Welt in Brochs Romanen bestehen. Dabei geht es nicht um den Aufweis vordergründiger Bezüge, sondern um eine Analyse der narrativen Gesamtstrukturen. Brochs Romane stecken voll von subtilen Einsichten in die Ideologie und die Machttechnik des Nationalsozialismus.

Jürgen Heizmann (Germanist/Komparatist, Montreal/Canada)
"Dichtung versus Imperium in Brochs "'Der Tod des Vergil'"
Die politische Dimension von Brochs Exilroman wird sowohl in der Darstellung massenpsychischer Phänomene greifbar wie in der Auseinandersetzung zwischen Vergil und Augustus. Wie läßt sich in Zeiten, in denen ethische Bindungen sich gelöst haben und feste Normen nicht mehr existieren, politisches Handeln begründen? Das ist eine der Grundfragen, die der Roman stellt.

Esther Schneider-Handschin (Germanistin, Zürich)
"Politisch-Juristisches in Brochs "'Die Schuldlosen'"
Brochs Spätwerk soll im Kontext der menschenrechtlichen und politischen Spätschriften Brochs gesehen werden, wobei der Briefwechsel mit Hannah Arendt eine besondere Rolle spielt. Arendt las die neuen Teile des Romans und kommentierte sie: man denke an ihren Enthusiasmus über "Die Erzählung der Magd Zerline". Gerade in dieser Geschichte stehen juristische Themen (Todesstrafe) im Vordergrund.

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Subject: Drei Broch-Tagungen und anderes
Date: Sat, 8 Feb 2003

Liebe Mitglieder des Arbeitskreises,
inzwischen sind bereits ueber 120 Broch-FoscherInnen Mitglieder des Arbeitskreises geworden. Bevor ich die drei naechsten Broch-Symposien anzeige, moechte ich nicht vergessen darauf hinzuweisen, dass es an der Beinecke Library der Yale University Library ein Forschungsstipendium gibt, das von Sachi Broch de Rothermann zum Andenken an ihren Mann, H.F. Broch de Rothermann, Hermann Brochs Sohn, gestiftet wurde.Damit kann man einen Monat lang in der Beinecke Library ueber Broch forschen. Wenn Sie in der Website des Arbeitskreises nachsehen (http://artsci.wustl.edu/~iab) klicken Sie unter "Links", dann unter Forschung, wo sie die Beinecke Library gelistet finden. Und dort ist dann das Hermann Broch Fellowship erwaehnt. Sie wenden sich dann mit Hilfe der angegebenen email Adresse an diese Bibliothek und erhalten alle Fragen beantwortet. Jedes Jahr wird ein Stipendium vergeben. Da sich immer nur wenige BrochforscherInnen bewerben, stehen die Chancen gut, das Stipendium zu bekommen. Einige von uns haben es im Lauf der letzten Jahre schon erhalten und werden bestaetigen koennen, wie angenehm es ist, dort zu arbeiten. Christa Sammons, die auch Mitglied des Arbeitskreises ist, ist Leiterin der German Collection und damit auch des Broch-Archivs an der Beinecke Library. Sie ist waehrend der Studienaufenthalte dort besonders hilfsbereit. 

Erinnern sollte ich aber auch daran, dass es Sommerstipendien allgemeiner Art auch im Deutschen Literaturarchiv gibt. Dort befindet sich ja das zweitgroesste Broch-Archiv, und auch ein Aufenthalt dort verlohnt immer, wo man mit der Unterstuetzung von Herrn Ott und Herrn Meyer rechnen kann. Auch Hinweise auf dieses Archiv und seine Stipendien finden Sie in der website des Broch-Arbeitskreises.

Schoen waere es, wenn Sie auch andere KollegInnen, die sich fuer Broch interessieren, auf den Arbeitskreis hinweisen wuerden.

Teilen Sie uns doch bitte immer Ihre neuen Publikationen ueber Broch mit, damit wir sie in die aktuelle Bibliographie aufnehmen koennen.

Der Band "Hermann Broch - Visionary in Exile. The 2001 Yale Symposium" erscheint, wie ich von Camden House hoere, noch in diesem Monat. Er wurde von mir in Zusammenarbeit mit Mathias Konzett, Christa Sammons und Willy
Riemer herausgegeben.

Michael Kessler teilt mir mit, dass der von ihm herausgegebene Band, der die Beitraege zur Stuttgarter und Wiener Broch-Konferenz enthaelt, im Herbst zur Buchmesse bei Stauffenburg in Tuebingen erscheinen wird.

Wenn Sie mir auf diese email hin antworten, bitte nicht die "iab"-email-Adresse benutzen, sonst geht die Antwort an alle Mitglieder, sondern meine eigene email-Anschrift: jahrbuch@artsci.wustl.edu

Die drei Broch-Symposien, die anzuzeigen sind:

I.  OESTERREICHISCHE LIGA FUER MENSCHENRECHTE
A-1070 Wien, Hermanngasse 9,
E-mail: menschenrechte@chello.at

Hermann Broch und die Wiener Moderne
8.-10. Mai 2003

Wissenschaftliche Leitung: Dr. Manfred Jochum
Organisation: Dr. Elisabeth Ebner

Programm

II.  OESTERREICHISCHE GESELLSCHAFT FUER LITERATUR
A-1010 Wien, Herrengasse 5
Email: office@ogl.at

Hermann Broch und Elias Canetti
Beziehungen und Vergleiche
2.-4. Juni 2003 in Wien
Herrengasse 5 (Palais Wilczek)

Leitung: Marianne Gruber
Wissenschaftliche Beratung: Penka Angelova, Paul Michael Luetzeler

Programm

III.  AUSLANDSGESELLSCHAFT NRW
44147 Dortmund, Steinstr. 48
Email: eicher@agnrw.de

Hermann Broch - Politik und Menschenrechte
24.-26. Juni 2004 in Dortmund
Steinstr. 48

Leitung: Thomas Eicher
Wissenschaftliche Beratung: Paul Michael Luetzeler, Hartmut Steinecke

Vorlaeufiges Programm

Fuer heute bin ich mit herzlichen Gruessen und guten Wuenschen, Ihr

Paul Michael Lützeler

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Subject: Runschreiben
Date: Thu, 17 Jan 2002

Liebe Mitglieder des Arbeitskreises,
unter den Vorschlaegen, die ich im Lauf der letzten Wochen erhalten habe, waren zwei, die ich hier unterbreiten moechte:

1. Doktoranden-Projekte
Der Arbeitskreis steht natuerlich auch DoktorandInnen offen, die eine Disseration ueber Broch schreiben bzw. sich mit einer Arbeit promovieren, in der Broch eine prominente Rolle spielt. Falls Sie selbst eine Broch-Doktorandin oder einen -Doktoranden haben, weisen Sie ihn doch bitte auf den Arbeitskreis hin. Wir werden auch gerne das Thema, wenn das gewuenscht wird, anzeigen.

2. Information ueber die Broch-Symposien von 2001
Eine Absicht des Arbeitskreises ist natuerlich auch die, BrochforscherInnen miteinander bekannt zu machen. Wenn Sie bei Durchsicht der Broch-Tagungsprogramme ein Thema finden, das Sie fuer einen Vortrag an Ihrer Universitaet interessiert, koennen Sie den/die ReferentIn gerne einladen. Wir haben jetzt in der Information ueber die Symposien vom letzten Jahr sog. "links" eingebaut, so dass Sie die Programme sofort einsehen koennen. Da es mit der Publikation der Tagungsergebnisse in Sammelbaenden noch eine Weile dauern wird, besteht fuer die naechsten zehn Monate kaum die Gefahr, dass man Publiziertes zu hoeren bekaeme. (Ich selbst habe - bis auf eine Einfuehrung in Wien - nicht referiert, habe aber zwei Vortragsthemen: "Brochs 'Pasenow' als Berlin-Roman" und "Hermann Broch: Kosmopolitismus, Europa, Universitaet" als Gast der FU werde ich von Mitte Mai bis Mitte Oktober in Berlin sein.) Da jetzt die Zeit ist, in der Einladungen fuer das Sommersemester ausgesprochen werden, wollte ich auf diese Moeglichkeiten so rasch wie moeglich hinweisen.

3. Abschliessend moechte ich Sie nochmals bitten, uns neue Broch-Publikationen anzuzeigen, wir werden sie dann gleich auflisten. Mit den besten Gruessen und Wuenschen, Ihr

Paul Michael Lützeler

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Subject: Rundschreiben: MLA Sektion ueber Hermann Broch
Date: Thu, 10 Jan 2002

Liebe Mitglieder des Arbeitskreises,
in den letzten Dezembertagen findet jedes Jahr das grosse Treffen der Modern Language Association of America statt (mit ueber 700 Sektionen). Eine davon war vor zwei Wochen (die Tagung fand diesmal in New Orleans statt) dem Werk Hermann Brochs gewidmet. Ich hatte mit Hinweis auf den 50. Todestag des Autors die Sitzung beantragt. Ich stellte die Sprecher vor und leitete die Diskussion. Die ReferentInnen waren (wie wir es in der website auch erwaehnt haben): Wolfgang Mueller-Funk aus Birmingham ueber Brochs Massenwahntheorie mit Hinweisen auf Canetti, Peter Y. Paik aus Milwaukee ueber das Ende der Kunst bei Broch und Celan, und Ruth Klueger ueber Brochs Kitschtheorie. Die Vortraege waren ganz vorzueglich und auch die anschliessende Diskussion sehr lebhaft. Alles in allem waren wir nicht mehr als 25 Teilnehmer (was bei einer germanistischen Veranstaltung der MLA nicht schlecht ist), aber was zaehlte, waren die neuen Einsichten, das Engagement der ReferentInnen und der TeilnehmerInnen an der Diskussion.

Inzwischen habe ich mich erkundigt, ob der Arbeitskreis, der ja ueber 100 Mitglieder hat, nicht mit der MLA affiliiert werden kann. Die MLA teilte mir mit, dass das durchaus moeglich sei, dass man aber den Antrag dafuer erst stellen kann, wenn unsere Gesellschaft sechs Jahre Bestand gehabt hat. Affiliiert bedeutet, dass es dann das Recht dieser
Gesellschaft bzw. unseres Arbeitskreises ist, ohne besonderes Genehmigungsverfahren bei den Jahrestagungen der MLA eine Broch-Sektion abhalten zu koennen. Damit kann also fruehesten 2005 oder 2006 gerechnet werden. Man empfahl mir aber, schon jetzt jedes Jahr oder zumindest jedes zweite Jahr eine Broch-Sektion bei der MLA zu beantragen, damit man bei der Antragstellung auf das Interesse an Broch bei Mitgliedern der MLA hinweisen kann.

Ziemlich genau ein Drittel unserer Mitglieder sind aus den USA und Canada. So geht jetzt meine Frage vor allem (aber nicht ausschliesslich) an die amerikanischen KollegInnen, ob Interesse daran besteht, in diesem Jahr (in der Zeit zwischen dem 27. und 30. Dezember) eine Broch-Sitzung bei der MLA zu beantragen. Die Jahrestagung wird diesmal in New York stattfinden, einem der Orte, an denen Broch waehrend des Exils laengere Zeit gelebt hat.
Sachiko Broch de Rothermann, unser Ehrenmitglied, koennte dann natuerlich auch anwesend sein.

Koennten Sie mir schreiben, ob Sie eine solche Sektion beantragen wollen (als chair), ob Sie einen Vortrag halten moechten (es geht um 3 RednerInnen, die jeweils maximal 20 Minuten zur Verfuegung haben), oder ob Sie als discussant fungieren moechten. Normalerweise werden die Vortraege bei der MLA auf Englisch gehalten, aber es gibt keine Regel, die es verbietet, dort auf Deutsch zu sprechen. Falls sich jemand von ausserhalb der USA fuer die Sektion interessiert: Es gibt leider keine Reisestipendien von Seiten der MLA (oder von irgendeiner Organisation) fuer die TeilnehmerInnen. Wer bei der MLA spricht, sollte dort Mitglied sein, doch ist es moeglich, einen Antrag zu stellen, so dass auch jemand aus dem Ausland sprechen kann, der nicht Mitglied ist.

Ich wuerde mich auf Reaktionen freuen. Antworten Sie mir bitte nicht ueber diesen "iab-mitglied" listserv, sondern an meine persoenliche email-Anschrift: jahrbuch@artsci.wustl.edu

Mit besten Gruessen, Ihr

Paul Michael Lützeler

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Subject: PS zum Rundbrief (Inter. Arbeitskreis H. Broch)
Date: Wed, 26 Dec 2001

Liebe KollegInnen,
nur ein kurzes PS. Vielen Dank fuer die verschiedenen Reaktionen. Einige antworten dann direkt ueber den "iab_mitglieder" listserv. Dann geht die Antwort allerdings an alle Mitglieder. Wenn Sie nur mir schreiben wollen, bitte meine email-Adresse benutzen:
jahrbuch@artsci.wustl.edu

Nochmals beste Wuensche, Ihr (inzwischen hat der IAB schon 102 Mitglieder),

Paul Michael Lützeler

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Subject: Ein gutes neues Jahr
Date: Mon, 24 Dec 2001

Liebe Mitglieder des Internationalen Arbeitskreises Hermann Broch: die besten Wuensche fuer die Feiertage und fuer ein gutes neues Jahr mit Glueck und Erfolg, Gesundheit und Friede. Ich verbinde die Wuensche mit Dank fuer die gute Zusammenarbeit in diesem Jahr. Viele von uns haben sich bei den vier Broch-Symposien (New Haven, Wien, Stuttgart, Japan) gesehen, und einige treffen sich nun zur letzten diesjaehrigen Broch-Veranstaltung, der Broch-Sitzung auf der MLA in New Orleans am Ende der Woche. Zudem wanderte die Broch-Ausstellung von Marbach nach Berlin und Wien, und auch bei den Eroeffnungen habe ich eine Reihe von Ihnen begruessen koennen. Die Baende mit den Vortraegen der Tagungen in New Haven, Wien und Stuttgart werden 2002 oder 2003 erscheinen.

Inzwischen hat unser Arbeitskreis 101 Mitglieder, sicher mehr, als wir vor einem halben Jahr, als wir ihn in Stuttgart aus der Taufe gehoben haben, erwarten konnten. Hier nochmals die website (gefuehrt von Sarah McGaughey), in der wir die laufenden Aktivitaeten vermerken:
http://artsci.wustl.edu/~iab

Fuer Mitte 2003 planen wir - gemeinsam mit der Canetti-Gesellschaft - eine Broch/Canetti-Tagung in Wien (Oesterreichische Gesellschaft fuer Literatur), und fuer Mitte 2004 eine Broch-Tagung "Politik und Menschenrechte" in Dortmund. Marianne Gruber wird wieder die Gastgeberin in Wien sein, und Thomas Eicher, Leiter der Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen, ist der Veranstalter in Dortmund. Die Finanzierung der Tagungen ist im Augenblick noch nicht ganz gesichert, und wieviel Unterstuetzung in diesen fiskalisch schwierigen Zeiten wir bekommen
werden, steht noch nicht fest. Beide Veranstalter machten klar, dass das Budget nicht ausreichen werde, um Fluege aus Uebersee finanzieren zu koennen.

Lassen Sie mich doch wissen, ob Sie bei einem der beiden Symposien einen Vortrag halten moechten. (Bei Broch-Canetti ist es so gedacht, dass sich jeder Vortrag vergleichend mit dem Werk beider Autoren beschaeftigt.) Falls sich zu viele Vortragsanmeldungen ergeben sollten, werden wir im Vorstand die Auswahl beraten.

Halten Sie uns bitte auf dem Laufenden mit Ihren aktuellen Broch-Publikationen: wir nehmen sie gleich in unsere website-Bibliographie auf. Und wenn Sie Vorschlaege fuer weitere regionale, nationale oder internationale Broch-Symposien haben, lassen Sie es uns bitte wissen.

In der Hoffnung auf weitere gute Zusammenarbeit bin ich, auch im Namen des Vorstands, herzlich gruessend, Ihr

Paul Michael Lützeler

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Subject: Rundbrief: Internationaler Arbeitskreis Hermann Broch (IAB)
Date: Wed, 26 Sep 2001

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
als Ergebnis unserer drei Symposien aus Anlass des 50. Todestages von Hermann Broch konstitutierte sich unser Arbeitskreis. Inzwischen haben wir eine website und einen listserv (ueber den wir uns jetzt bereits mit diesem Rundschreiben verstaendigen) eingerichtet. Das konnte mit Hilfe meiner Doktorandin Sarah McGaughey geschehen, die eine Dissertation ueber Broch schreibt. In der website haben wir Informationen ueber den Arbeitskreis und seine Ziele, ueber seinen Vorstand, ueber Broch, ueber Symposien, ueber Informationen, die ueber Broch und die Broch-Forschung im Internet verfuegbar sind etc. untergebracht. Die Internet-Adresse dieser website ist:
http://artsci.wustl.edu/~iab

Wenn Sie weitere Broch-ForscherInnen kennen, die Mitglieder des Arbeitskreises werden moechten, teilen Sie uns doch bitte deren email-Adressen mit. Ein wichtiger Zusammenhalt des Arbeitskreises werden die etwa alle 3 Jahre geplanten internationalen Symposien sein. Lassen Sie uns doch wissen, wer von Ihnen da eine Initiative ergreifen moechte.

Wichtig waere auch, dass Sie uns Ihre aktuellen Publikationen mitteilten, also Buecher, Editionen, Artikel zu Broch aus dem laufenden akademischen Jahr 2000/2001, die noch nicht in den ueblichen Bibliographien erfasst sind. Wir werden Sie dann in die website unter der betreffenden Rubrik aufnehmen.

Fuer heute bin ich im Namen des Vorstands herzlich gruessend, Ihr

Paul Michael Lützeler

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